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 Meridian-Yoga und Do-In besteht aus leichten Bewegungsübungen und Atemtechniken.

Sie helfen, den Körper wieder in einen ausgeglichenen, naturgemäßen Zustand zu bringen.

Wie die Meridiane selbst sind sie verschiedenen Lebensfunktionen zugeordnet. Haben wir das ganze Repertoire dieser unterschiedlichen, lebenswichtigen Körperfunktionen zur Verfügung und nutzen es (wie zum Beispiel Schutz, Speicherung, Entscheidung), können wir in verschiedenen Umgebungen und Umständen angemessen reagieren.

Besonders schön und effektiv ist es, Körperübungen im Jahreslauf einzubinden, passend zu Klima und Stimmung der Jahreszeit.

 

Winter

Element Wasser
Zeit von Erhalten und Bewahren                                                                                      Meridianpaar: Blase und Niere                                                                                             Sinnesorgan: Ohren
Sinn: Hören

 

 

Das Becken entspannen
Wenig Bewegung im Alltag und vorwiegend sitzende Tätigkeit führen oft auch zu Verspannungen im Beckenraum. Das wiederum schränkt die Beweglichkeit ein. Um diesen Kreislauf zu unterbrechen, können mit der folgenden Übung lang festsitzende Blockaden mit der Zeit gelöst werden:

 

Auf dem Rücken liegend breite ich die Arme seitlich weit aus und winkele die Beine an. Dann hebe ich das Becken leicht vom Boden an und klopfe etwa eine Minute lang immer wieder mit dem Becken auf den Boden. Ich finde den für mich einen passenden Rythmus und Krafteinsatz. Danach bleibe ich noch eine Weile entspannt auf dem Boden liegen und spüre nach.

 

Herbst

Element Metall
Zeit der Ernte
Meridianpaar: Lunge und Dickdarm
Sinnesorgan: Nase
Sinn: Riechen

 

Ich stehe mit den Füßen etwas weiter als schulterbreit auseinander. Die Finger sind hinter dem Kopf verschränkt. Ich bewege die Ellbogen nach hinten, so „öffnet“ sich der Brustkorb, dabei schaue ich leicht nach oben.
Ich wende mich abwechselnd nach links und rechts und drehe dabei den Körper so weit wie möglich. Zu welcher Seite geht es leichter? Mit dieser Richtung fange ich an.

Während ich einatme, beginne ich den Rücken in diese Richtung zu drehen. Mein Gewicht verlagert sich auf die Ferse der Seite, zu der ich mich drehe. Die andere Ferse hebt sich, bis ich auf dort den Zehen stehe. Ich halte die maximale Drehung, während ich ausatme. Dann entspanne ich in dieser Haltung, lockere den gesamten Körper. Dadurch kann ich mich ausatmend wieder etwas weiter drehen. Dieses atmen, entspannen, nochmal leicht weiter drehen wiederhole ich etwa fünfmal auf der beweglicheren Seite.
Dann folgt die gleiche Bewegung etwa dreimal auf der anderen Seite.
(Übung für die Lungen-Energie.)

Spätsommer

Element Erde
Zeit der Reife, der Fülle, des Wechsels
Meridianpaar: Milz und Magen
Sinnesorgan: Lippen
Sinn: Schmecken

Ich liege auf dem Rücken, die Arme längs des Körpers ausgestreckt. Ich komme an, spüre nach, wo die Erde mich trägt. Die Aufmerksamkeit wandert zu den Füßen. Ich strecke und dehne mich in die Länge. Die Zehen bewegen sich langsam nach vorne, Richtung Körpermitte. Ich spüre die Dehnung an der Rückseite der Beine und am Rücken entlang. Jetzt strecke ich die Füße aus und deute mit den Zehen nach unten zum Boden. Dadurch wird nun die Körpervorderseite gedehnt. Dann stelle ich mir vor, die Füße würden den restlichen Körper mitziehen und bewege sie in großen Kreisen, bis alle Körperteile sich mit bewegen. Weil beim Element Erde Genuss und faul sein dürfen mitschwingt, geht das ohne großen Krafteinsatz. Die Energie baut sich ganz gemütlich von innen heraus auf.